Überstundenrechner 2026
Was bringen Ihre Überstunden netto? Der Rechner ermittelt Ihren Stundenlohn, die Vergütung inklusive Zuschlag und den Betrag, der nach allen Abzügen auf Ihrem Konto ankommt.
- Aktualisiert am 1. November 2026
- Werte 2026 · amtliche Rechengrößen
- Keine Speicherung Ihrer Daten
Netto für Ihre Überstunden
+ 138,34 €
für 10,0 Überstunden mit 25 % Zuschlag – brutto 252,40 €, davon bleiben 54,8 %
| Monat | Ohne Überstunden | Mit Überstunden | Differenz |
|---|---|---|---|
| Bruttogehalt | 3.500,00 € | 3.752,40 € | + 252,40 € |
| Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer | 405,50 € | 464,66 € | + 59,16 € |
| Sozialabgaben | 761,25 € | 816,15 € | + 54,90 € |
| Nettogehalt | 2.333,25 € | 2.471,59 € | + 138,34 € |
Nach geltendem Recht (Stand 2026) sind Überstundenvergütung und Überstundenzuschläge voll steuer- und sozialversicherungspflichtig. Steuerfrei sind nur Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit nach § 3b EStG.
So berechnen Sie die Überstundenvergütung
Zuerst wird das Monatsgehalt in einen Stundenlohn umgerechnet. Weil ein Monat im Schnitt 13/3 Wochen (rund 4,33) hat, gilt:
Stundenlohn = Monatsgehalt ÷ (Wochenstunden × 13 ÷ 3)
Überstundenvergütung = Überstunden × Stundenlohn × (1 + Zuschlag)
Im Beispiel ergibt das 20,19 € pro Stunde; mit 25 % Zuschlag 25,24 €. Die Vergütung wird zusammen mit dem regulären Gehalt abgerechnet. Der Rechner ermittelt das Netto deshalb als Differenz zwischen Ihrem Gehalt mit und ohne Überstunden – so wird der höhere Steuersatz auf die zusätzlichen Euro korrekt berücksichtigt.
Tabelle: 10 Überstunden mit 25 % Zuschlag
40-Stunden-Woche, Steuerklasse I, kinderlos, ohne Kirchensteuer, gesetzlich versichert, Nordrhein-Westfalen.
Rechtliche Regeln für Überstunden
- Bezahlung: Angeordnete oder geduldete Überstunden sind grundsätzlich zu vergüten oder durch Freizeit auszugleichen. Klauseln wie „Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten“ sind nur wirksam, wenn klar ist, wie viele Stunden erfasst sind. Bei sehr hohen Gehältern kann eine Vergütung ausnahmsweise entfallen.
- Zuschläge: Ob und in welcher Höhe ein Zuschlag gezahlt wird, regeln Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag. Üblich sind 25 % bis 50 %.
- Höchstarbeitszeit: Nach dem Arbeitszeitgesetz sind 8 Stunden pro Werktag erlaubt, verlängerbar auf 10 Stunden, wenn innerhalb von sechs Monaten im Schnitt 8 Stunden nicht überschritten werden.
- Nachweis: Im Streitfall müssen Beschäftigte ihre Überstunden darlegen. Notieren Sie Beginn, Ende und Pausen – Arbeitgeber sind ohnehin verpflichtet, die Arbeitszeit zu erfassen.
Steuern auf Überstunden
Überstundenvergütung und Überstundenzuschläge sind nach geltendem Recht normaler Arbeitslohn und voll steuer- und sozialversicherungspflichtig. Eine Steuerbefreiung für Zuschläge auf Mehrarbeit wurde im Koalitionsvertrag angekündigt, ist aber derzeit nicht in Kraft; der Rechner bildet die aktuelle Rechtslage ab.
| Steuerfreie Zuschläge nach § 3b EStG | bis zu |
|---|---|
| Nachtarbeit (20–6 Uhr) | 25 % |
| Nachtarbeit 0–4 Uhr, bei Beginn vor 0 Uhr | 40 % |
| Sonntagsarbeit | 50 % |
| Gesetzliche Feiertage | 125 % |
| 24.12. ab 14 Uhr, 25./26.12., 1. Mai | 150 % |
Diese Zuschläge sind steuerfrei, soweit der zugrunde liegende Stundenlohn 50 € nicht übersteigt; sozialversicherungsfrei sind sie nur bis zu einem Grundlohn von 25 € pro Stunde.
Häufige Fragen
Wie viel bekomme ich für eine Überstunde?
Habe ich Anspruch auf einen Überstundenzuschlag?
Sind Überstunden steuerfrei?
Lohnt sich Freizeitausgleich mehr als Bezahlung?
Dürfen Minijobber Überstunden machen?
Quellen und Stand
- Arbeitszeitgesetz (ArbZG)
- § 3b EStG – Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales – Arbeitszeit
Zuletzt geprüft am 1. November 2026 von der Redaktion. Alle Berechnungen sind unverbindlich und ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung. So rechnen wir.