Zum Inhalt springen
Rechenly

Gehaltserhöhung-Rechner 2026

Wie viel bringt die Gehaltserhöhung wirklich? Geben Sie Ihr aktuelles Gehalt und die Erhöhung in Prozent oder Euro ein – der Rechner zeigt das Netto-Plus nach allen Abzügen.

  • Aktualisiert am 1. November 2026
  • Werte 2026 · amtliche Rechengrößen
  • Keine Speicherung Ihrer Daten
€
Zeitraum
Erhöhung angeben in
%
€
Steuerklasse
Kirchensteuer
Kinder?
Pro Kind meist 1,0
Krankenversicherung
%
Durchschnitt 2026: 2,9 %
€
Weitere Angaben
€

Ihr Netto-Plus

+ 96,10 €

mehr netto im Monat bei + 175,00 € brutto (5,0 %) – davon kommen 54,9 % bei Ihnen an

  • Netto-Plus 54,9 %
  • Steuern 23,3 %
  • Sozialabgaben 21,8 %
Neues Netto2.429,35 €
Netto-Plus pro Jahr1.153,20 €
Mehrkosten Arbeitgeber213,05 €
Vergleich vor und nach der Gehaltserhöhung
PositionVorherNachherDifferenz
Bruttogehalt3.500,00 €3.675,00 €+ 175,00 €
Lohnsteuer405,50 €446,33 €+ 40,83 €
Solidaritätszuschlag0,00 €0,00 €0,00 €
Kirchensteuer0,00 €0,00 €0,00 €
Sozialabgaben761,25 €799,32 €+ 38,07 €
Nettogehalt2.333,25 €2.429,35 €+ 96,10 €

Warum von der Erhöhung nur gut die Hälfte ankommt

Entscheidend ist nicht Ihr durchschnittlicher Steuersatz, sondern der Grenzsteuersatz – also die Belastung des nächsten verdienten Euros. Er liegt im deutschen Einkommensteuertarif zwischen 14 % und 42 % (Reichensteuer 45 %) und steigt mit dem Einkommen. Zusätzlich gehen rund 21 % Sozialabgaben ab, solange Sie unter den Beitragsbemessungsgrenzen liegen.

Ein Beispiel: Bei 3.500 € brutto in Steuerklasse I steigt die Lohnsteuer durch eine Erhöhung um 175 € um 40,83 €, die Sozialabgaben um 38,07 €. Netto bleiben 96,10 € – das sind 54,9 % der Erhöhung.

Tabelle: Was bleibt von 5 % Gehaltserhöhung?

Steuerklasse I, kinderlos, ohne Kirchensteuer, gesetzlich versichert, Nordrhein-Westfalen, Werte pro Monat.

Brutto bisherBrutto-PlusNetto-PlusAnteil netto
2.500 €+ 125,00 €+ 71,97 €57,6 %
3.000 €+ 150,00 €+ 84,37 €56,2 %
3.500 €+ 175,00 €+ 96,10 €54,9 %
4.000 €+ 200,00 €+ 107,09 €53,5 %
5.000 €+ 250,00 €+ 127,03 €50,8 %
6.000 €+ 300,00 €+ 164,95 €55,0 %
8.000 €+ 400,00 €+ 187,14 €46,8 %
10.000 €+ 500,00 €+ 265,01 €53,0 %

Auffällig: Bei sehr hohen Gehältern steigt der Netto-Anteil wieder, weil oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen keine weiteren Sozialabgaben anfallen.

Steuerfreie Alternativen zur Gehaltserhöhung

Manche Leistungen des Arbeitgebers kommen ganz oder teilweise ohne Abzüge bei Ihnen an. Sie sind besonders interessant, wenn nur eine kleine Erhöhung möglich ist – Voraussetzung ist meist, dass sie zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn gezahlt werden:

  • Sachbezüge wie Gutscheine oder Guthabenkarten bis 50 € im Monat.
  • Jobticket bzw. Zuschuss zum Deutschlandticket – steuerfrei nach § 3 Nr. 15 EStG.
  • Kinderbetreuungszuschuss für nicht schulpflichtige Kinder in Kita oder Tagespflege – in voller Höhe steuerfrei.
  • Betriebliche Altersvorsorge: Beiträge bis 8.112 € im Jahr (8 % der Beitragsbemessungsgrenze) sind steuerfrei, bis zur Hälfte davon auch sozialabgabenfrei.
  • Gesundheitsförderung bis 600 € im Jahr und ein Dienstfahrrad als Zusatzleistung.

Tipps für die Verhandlung

  • In Brutto und pro Jahr verhandeln: Nennen Sie Ihre Forderung als Bruttojahresgehalt. Welches Brutto Sie für ein bestimmtes Netto brauchen, zeigt der Netto-Brutto-Rechner.
  • Inflation berücksichtigen: Eine Erhöhung unterhalb der Preissteigerung ist real ein Gehaltsverlust.
  • Prozent oder Festbetrag? Für niedrige Gehälter ist ein Festbetrag oft günstiger, für höhere Gehälter eine prozentuale Erhöhung.
  • Grenzen im Blick behalten: Wer knapp über die Midijob-Grenze von 2.000 € rutscht oder Wohngeld bzw. Kinderzuschlag bezieht, sollte das Gesamtergebnis prüfen.
  • Tarifvertrag prüfen: In tarifgebundenen Betrieben steigen die Gehälter automatisch mit den Tarifrunden.

Häufige Fragen

Wie viel bleibt von 100 € Gehaltserhöhung netto?
Bei mittleren Einkommen in Steuerklasse I meist 50 bis 60 €. Bei Geringverdienern kann es mehr sein, bei hohen Einkommen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze etwas weniger.
Kann eine Gehaltserhöhung zu weniger Netto führen?
Durch die Lohnsteuer allein nicht – der Tarif ist so gestaltet, dass jeder zusätzliche Euro nur teilweise besteuert wird. Netto-Verluste entstehen höchstens beim Verlassen eines Minijobs oder durch wegfallende Sozialleistungen wie Wohngeld.
Rutsche ich durch die Erhöhung in eine höhere Steuerklasse?
Nein. Die Steuerklasse hängt vom Familienstand ab, nicht vom Einkommen. Mit höherem Einkommen steigt lediglich der Steuersatz innerhalb des Tarifs.
Was ist kalte Progression?
Steigen Löhne nur im Ausmaß der Inflation, rutscht man trotzdem in einen höheren Steuersatz und hat real weniger. Der Gesetzgeber gleicht das durch die Anhebung von Grundfreibetrag und Tarifeckwerten teilweise aus.
Ab wann gilt die Erhöhung für meine Lohnsteuer?
Ab dem Monat, in dem das höhere Gehalt gezahlt wird. Eine rückwirkende Erhöhung als Einmalbetrag wird als sonstiger Bezug versteuert.

Quellen und Stand

Zuletzt geprüft am 1. November 2026 von der Redaktion. Alle Berechnungen sind unverbindlich und ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung. So rechnen wir.

Weitere Rechner